Wissens-Check für das elektronische Patientendossier (EPD)

Die Medikamente im Überblick

Müssen verschiedene Medikamente eingenommen werden, kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Wie die Apothekerin dank dem EPD ihrer Kundin den Überblick über die Medikation behält, erfahren Sie in diesem Clip.

  • Das ist Monika Wegmüller. Sie ist 75 Jahre alt und leidet an einer Herzerkrankung. Daher nimmt sie ein Medikament, welches ihr Hausarzt verschrieben hat. Die aktuelle Medikation von Monika Wegmüller ist in ihrem elektronischen Patientendossier aufgelistet, kurz EPD genannt.

    Beim Einkaufen in der Stadt verspürt Monika Wegmüller plötzlich Schmerzen im Knie. Sie erinnert sich, dass ihr Ibuprofen früher bei Gelenkschmerzen sehr gut geholfen hat und begibt sich in die nächste Apotheke. Die Apothekerin öffnet Frau Wegmüllers EPD und sieht, dass sich Ibuprofen nicht mit ihrer laufenden Medikation verträgt. Deshalb gibt die Apothekerin stattdessen Paracetamol gegen die Gelenkschmerzen ab. Sie rät Frau Wegmüller, sich bei ihrem Vertrauensarzt zu melden, falls die rheumatischen Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder sich verschlimmern sollten.

    Zu guter Letzt erfasst die Apothekerin die Informationen im EPD von Frau Wegmüller. Damit ist der Therapieentscheid dokumentiert. Dank dem EPD sind alle Fachpersonen mit Zugriff auf Frau Wegmüllers Dossier stets auf dem aktuellen Stand. Bei der Medikation können so unerwünschte Wechselwirkungen und eine Fehlmedikation vermieden werden.

    Der Einsatz des EPD war hilfreich: Monika Wegmüller verträgt die verschriebenen Medikamente gut. Und ihrem Knie geht es zum Glück bereits wieder besser. Bleiben Sie auf dem Laufenden. Weitere Informationen finden Sie unter patientendossier.ch.

Ein Idealbild …

Im Clip aktualisiert die Apothekerin die Medikationsübersicht im EPD von Frau Wegmüller, worin bereits der Hausarzt Einträge erfasst hat. Damit dies möglich ist, sollten die Daten im EPD strukturiert und standardisiert erfasst werden können – also so, dass verschiedene Computer sie sinnvoll und automatisch verarbeiten können. Heute ist dies häufig noch nicht der Fall.

… für die nahe Zukunft

Einerseits liegt das an den Behandlungs-Softwares, die dazu oft nicht fähig sind. Das PDF ist aktuell praktisch das einzige Datenformat, das zwischen Spital, Pflegeheim, Arztpraxis etc. ausgetauscht werden kann. Andererseits ist der standardisierte Austausch von Medikations-Informationen komplex und noch in Erarbeitung. 2021 wird als erstes das Übersichtsdokument der aktuellen Medikation eingeführt.

Wissens-Check
Welche im Clip genannten Personen halten die Medikationsliste aktuell?

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Zuletzt geändert am 02.07.2020