
Aktuelle Entwicklungen bei den EPD-Anbietern
Die Anbieter des elektronischen Patientendossiers (EPD) befinden sich im Wandel: Mehrere Stammgemeinschaften haben ihre Zusammenarbeit neu organisiert und sich zusammengeschlossen, während der Anbieter Post Sanela aus dem EPD zurückziehen. Welche Folgen hat das für EPD-Inhaberinnen und -Inhaber? Wir geben einen Überblick.
Zusammenschluss von EPD-Anbietern
Die Stammgemeinschaft Abilis hat Ende Juni 2026 angekündigt, sich der Stammgemeinschaft CARA bis Ende Jahr anzuschliessen.
Bereits im Mai 2025 hatten die Stammgemeinschaften eSANITA, emedo und CARA ihren Zusammenschluss unter der Marke CARA bekannt gegeben. Im Februar 2026 ist zudem die Gemeinschaft AD Swiss als weitere Partnerorganisation zu CARA gestossen. Heute nutzt die Stammgemeinschaft CARA die nach Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) zertifizierte EPD-Plattform von emedo. Die Migration der Daten der bisherigen Partnerorganisationen auf die gemeinsame Plattform wurde erfolgreich abgeschlossen.
Was bedeutet das für EPD-Inhaberinnen und -Inhaber von
Abilis?
Für EPD-Inhaberinnen und -Inhaber von Abilis besteht derzeit kein Handlungsbedarf. Ihr elektronisches Patientendossier wird im Rahmen des Zusammenschlusses zur Stammgemeinschaft CARA übertragen. Abilis informiert die betroffenen Personen rechtzeitig über das weitere Vorgehen. Die Migration erfolgt so, dass die Verfügbarkeit des EPD und die Sicherheit der Daten jederzeit gewährleistet bleiben.
Post Sanela beendet ihr EPD-Angebot
Am 25. Juni 2026 haben die Post und die Post Sanela Health AG bekannt gegeben, ihre Tätigkeit als Plattformanbieterin wie auch als Stammgemeinschaft für das elektronische Patientendossier per Ende Dezember 2026 zu beenden.
Was bedeutet das für EPD-Inhaberinnen und -Inhaber von
Post Sanela?
Post Sanela wird die betroffenen Personen im Herbst 2026 direkt kontaktieren und sie über das weitere Vorgehen sowie den Transfer ihres elektronischen Patientendossiers informieren. Bis dahin besteht für EPD-Inhaberinnen und -Inhaber von Post Sanela kein unmittelbarer
Handlungsbedarf.
EPD-Inhaberinnen und -Inhaber haben Anspruch darauf, dass ihre Daten auch nach der Einstellung des Betriebs von Post Sanela verfügbar bleiben. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erwartet deshalb, dass Post Sanela sämtliche Daten zum EPD-Anbieter CARA transferiert und die Kosten für diesen Transfer übernimmt.
Wer nicht auf den Transfer durch Post Sanela warten möchte, kann seine Daten bereits heute zu CARA übertragen lassen:
Externer Link: Antrag auf Wechsel des EPD-Anbieters Externer Link:
Ein rechtzeitiger Wechsel des EPD-Anbieters stellt sicher,dass das elektronische Patientendossier ohne Unterbruch weitergeführt werden kann. .Zudem können die bereits erfassten Informationen später in das künftige Externer Link: elektronische Gesundheitsdossier (E-GD) migriert werden.
Informationen für Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitseinrichtungen
Auch angeschlossene Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitseinrichtungen werden von ihrer Stammgemeinschaft oder ihrem Plattformanbieter direkt über die Auswirkungen der organisatorischen Veränderungen informiert. Ziel ist es, die Kontinuität des EPD-Betriebs und den sicheren Datenaustausch jederzeit sicherzustellen.
Und was gilt für Mon Dossier Santé?
Die Stammgemeinschaft Mon Dossier Santé nutzt für ihre EPD-Infrastruktur ebenfalls die Plattform der Post. Sie betont, dass Mon Dossier Santé weitergeführt wird und sie momentan daran sind, sämtliche Optionen für die Zukunft von Mon Dossier Santé abzuklären. Sobald Informationen zum weiteren Vorgehen vorliegen, werden die betroffenen EPD-Inhaberinnen und -Inhaber von ihrer Stammgemeinschaft direkt informiert.